Soziales Lernen

Beim Sozialen Lernen steht das Verhalten der Schüler im Mittelpunkt. Dies scheint uns besonders wichtig, da die Verhaltensprobleme von Kindern immer mehr zunehmen. Viele Kinder wachsen in einer Welt auf, die belastet ist durch einen Mangel an Zeit und Zuwendung, Familienkrisen, Verlust von Werten und Normen sowie ungünstigen Medieneinflüssen. Um eine Haltung von Toleranz und Anerkennung zu fördern, sind Maßnahmen erforderlich, in denen die Schüler  einen angemessenen Umgang mit anderen erleben, erproben und erlernen.

Verschiedene und individuell geprägte Methoden und Rituale führen wir regelmäßig durch:
Morgenkreis, Abschlusskreis, Erzählkreis, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Klassenrat, Konfliktlotsen, Schülerparlament, Gewaltprävention in Klasse 5 + 6. Darüber hinaus arbeiten wir in Klasse 4 - 6 mit dem Belobigungssystem: „It´s good to be green“! Dieses System haben wir von unserer Partnerschule in London übernommen!

It's good to be green

„It´s good to be green“ ist ein soziales Trainingsprogramm aus England. Dieses Programm wird mit Erfolg in unserer Partnerschule St. Matthews in London praktiziert. Bei diesem Programm steht das Loben und Herausheben von positiven Verhaltensweisen im Vordergrund.

Es gibt für jedes Kind in der Klasse drei Karten:

  • grüne Karte
  • gelbe Karte: warning Card
  • rote Karte: consequense Card

Diese Karten hängen in einer Art „Übersichtsregister“ (Wandkalender) aus Plastik in den Klassen 4-6. Jedes Kind hat sein eigenes Fach, das deutlich mit seinem Namen versehen ist. Die Karten ähneln Checkkarten. Zum Sport- und Nawi-Unterricht wird dieses Übersichtsregister mitgenommen.
An jedem Tag startet jedes Kind mit einer grünen Karte. Ziel ist es, dass diese grüne Karte während der gesamten Unterrichtszeit vorne im Fach sichtbar stehen bleibt. Für dieses positive Verhalten: „It´s good to be green“ wird man von der Lehrerin oder der Schulleiterin nach bestimmten Zeitabständen belohnt.

Folgende Regeln wurden klassenübergreifend erarbeitet und gelten für dieses Belobigungssystem:

Wir sind höflich und hilfsbereit.

Wir hören aufmerksam zu.
Wir fallen keinem ins Wort.

Wir kümmern uns um uns selbst.

Wir geben unser Bestes.
Wir arbeiten konzentriert.

Wir behandeln andere Menschen so wie wir gerne von ihnen behandelt werden würden.

Wir sagen immer die Wahrheit.

Wenn ein(e) Schüler /Schülerin gegen eine dieser Regeln verstößt, bekommt er/sie eine gelbe „Warning Card“. Bei weiterhin aber sehr gutem Verhalten kann diese „Warning Card“ „auf Grün zurückgedreht“ werden. Diese Möglichkeit stellt für die meisten Schüler/innen einen großen Ansporn zu besserem Verhalten dar.

Bei drei Verstößen gibt es eine rote „Consequence Card“, das bedeutet gleichzeitig Pausenverbot für einen Tag.

Hat ein Schüler/eine Schülerin 3 rote Karten, erfolgt ein Ausschluss vom nächsten Ausflug, außerdem wird ein Elterngespräch mit der Schulleitung geführt.


Belohnungen bei durchgehend grünen Karten

Für die Einstiegsphase:

  • 1. Tag – Sticker ins Hausaufgabenheft
  • 1. Woche – ein Eis

Für den weiteren Verlauf:

  • pro Woche bzw. alle zwei Wochen (je nach Bedarf und Klassenstufe) erhalten die Kinder einen kleinen Gegenstand (Radiergummis, Bleistifte etc.)
  • nach einem Monat gibt es eine kleine gemeinsame Aktivität (z.B. eine Stunde Spielplatz, Tischtennis etc.)

Konsequenzen:

  • 1. Ermahnung
  • 2. Ermahnung = hochgestellte „Warning Card“
  • 3. Ermahnung = „Warning Card“
  • 4. Ermahnung = „Consequence Card“


Nach einer roten Karte fällt die folgende Hofpause aus. Die Kinder schreiben die Schulregeln in der VHG ab.

Bei 3 roten Karten wird ein Elterngespräch geführt.
Bei 5 roten Karten findet ein Gespräch mit der Schulleitung statt.

Am Ende jedes Schultages führen die Klassenlehrerinnen bzw. Fachlehrer/innen die „It´s good to be green –Statistik“, da sonst kein Vergleich möglich ist.